GlasGrenze

Ein Glas-Kunstprojekt mit Obdachlosen als Partnern und

einer Ausstellung im Obdachlosenwohnhaus in Berlin.

Glas ist eine Metapher für das menschliche Leben. Glas ist zerbrechlich, wie unser Körper, gefährdet, wie wir selbst in unserem oft beschwerlichen Großstadtleben. Besonders schwer haben es Obdachlose. Sie sind Nachbarn, die jedoch gar nicht zu existieren scheinen. An denen man vorbeisieht, mit denen keiner spricht, die wie hinter einer gläsernen Grenze neben uns „herleben“.

 

Das Projekt „GlasGrenze“ hinterfragt unser Wertesystem: Was ist „wertvoll“? Was ist „nutzlos“? Wer zieht diese Grenze und warum? „GlasGrenze“ zeigt nicht das Glasobjekt im Museum, das bei konstanter Temperatur in einer Vitrine ruht. Gemeinsam mit den Obdachlosen wollen unseren Blick nach unten richten, das „allerletzte“ Glas finden, das keiner mehr braucht und ihm unsere Wertschätzung erweisen. Wir wollen etwas Billiges und Demütiges in etwas Phantasievolles, in ein Unikat verwandeln.

 

Am 5. Mai sammeln internationale bildende Künstler und Moabiter Obdachlose gemeinsam auf der Straße Altglas und fertigen daraus Kunstobjekte.

 

Am 30. Juni verwandelt sich das Obdachlosenwohnhaus Lübecker Str. 6 in einen Ausstellungsort.

 

Teilnehmende Künstler:

Lena Feldmann, Shige Fujishiro, Maria Koshenkova, Manuela Leinhoß, Eleni Papaioannou, Olivia Pils & Jan Herzog, Tina Zimmermann

 

 

 

 

 

Statements der teilnehmende Künstler: